Vor genau einem Jahr haben wir losgelassen – die Wohnung, den Alltag, das Gewohnte.
Wir sind losgefahren, raus in die Wildnis, auf Straßen, über Höfe, durch Wälder und an Flüsse.
Mit Wohnwagen, Kind, Hund(en) und einer Portion Abenteuerlust im Gepäck.
Keine Küche. Kein Strom. Kein fester Plan.
Aber ein tiefes Gefühl: Jetzt beginnt unser neues Leben.
Damals ging es weniger um Mietrecht oder Gartendramen – das kam später.
Damals ging es um uns. Um innere Unsicherheiten, Selbstzweifel, das Loslassen von alten Mustern.
Und genau in dieser Phase haben sich manche Dinge als unsere besten Reisebegleiter entpuppt.
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Unser Bett – mehr als nur Schlafplatz
Ein festes Bett im Wohnwagen – das war unser Rückzugsort, unsere Höhle, unsere Sicherheit.
Darauf: eine Matratzenauflage aus echtem Lammfell, die nicht nur den Komfort, sondern vor allem die Wärme massiv verbessert hat.
Und in besonders frostigen Nächten: eingemummelt in drei Decken – plus Mütze. Kein Witz. Man wird erfinderisch, wenn das Thermometer nachts in den Keller rauscht.
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Selbstgehäkelte Wollsocken – Liebe für die Füße
Mitten im minimalistischen Chaos habe ich mir Zeit genommen, Wollsocken zu häkeln. Nicht nur als Schutz gegen die Kälte – sondern auch als Seelentherapie.
Während draußen der Wind pfiff, war drinnen: Ruhe, Wolle und der Rhythmus der Häkelnadel.
Sie haben uns warm gehalten – und mir das Gefühl gegeben, dass ich auch in unsicheren Zeiten etwas erschaffen kann.
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Kochen ohne Küche – Unser Raketenofen
Der Raketenofen wurde unser Koch, Wärmespender und manchmal sogar Stimmungsaufheller.
Er bekam liebevoll den Spitznamen „Schnaubi“, weil unser kleiner Pfeifkessel darauf mit seiner Stimme Wasser heiß machte.
Gekocht haben wir fast alles in unserer Kupferpfanne und der gusseisernen Bratpfanne – beides robust, uralt, aber besser als manches Hightech-Zeug.
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Solarenergie: Unsere eigene Steckdose mit Aussicht
Ohne Strom? Kein Problem.
Dank unseres faltbaren Solarpanels mit vier Modulen konnten wir Handys, Akkulampen und Stirnlampen laden.
Klar, bei Regen wurde’s eng – aber an sonnigen Tagen haben wir fast alles autark betrieben.
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Licht ins Dunkel – Stirnlampen & Akkuleuchten
Ob Abendspaziergang mit dem Hund oder Kochen nach Sonnenuntergang – ohne unsere Stirnlampe wären wir blind durchs Abenteuer gestolpert.
Kleine Dinge, große Wirkung. Auch für unseren Akkuleuchten im Wohnwagen
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Unser Wohnzimmer unter freiem Himmel
Zwei Campingstühle, ein Klapptisch und ein Fleckchen Erde.
Mehr brauchte es nicht für Frühstück, Schreibzeit, Malstunden, Beratungsgespräche oder einfach einen Tee bei Sonnenuntergang.
Die Stühle quietschen manchmal – aber sie haben nie gekippt. Im Gegensatz zu unserer Stimmung an manchen Regentagen…
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Schutzschild: Das Sonnensegel an der Kederschiene
Unser Sonnensegel aus robuster LKW-Plane wird direkt an der Kederschiene des Wohnwagens eingezogen – keine Schnüre, kein Gefummel.
Es wurde unser Outdoor-Wohnzimmer, Regenschutz, Kochbereich und Bastelplatz in einem. Ohne es wären viele Mahlzeiten einfach ins Wasser gefallen.
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Wäsche und Abwasch – mit Eimer und Emaille
Wir hatten einen Falteimer, speziell fürs Wäschewaschen – kein Luxus, aber eine kleine Oase der Ordnung.
Dazu zwei Emaille-Schüsseln – eine zum Spülen, eine zum Trocknen.
Ein Holzbrett diente als Schneideunterlage, meistens auf dem Schoß, manchmal auf dem Schoß vom Kind.
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Der Pfeifkessel und der Wasserkanister
Zwei stille Helden:
Ein 2-Liter-Pfeifkessel, der auf dem Raketenofen arbeitete wie ein Uhrwerk.
Und unser Wasserkanister mit Hahn – damit war „fließend Wasser“ plötzlich keine Floskel mehr, sondern Teil unseres Alltags.
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Fazit
Man braucht keinen Luxus, um draußen zu leben. Aber man braucht gute Helfer, die mit einem durch dick und dünn gehen.
Und vielleicht auch ein bisschen Humor, wenn mal wieder alles klamm, kalt und chaotisch ist.
Für unseren weiteren Weg sind einige Upgrades geplant – was genau dazukommt, wird sich zeigen.
Ein paar Dinge müssen repariert oder ersetzt werden, anderes wird ergänzt. Es bleibt also spannend – wie immer auf Reisen.
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Liebe Grüße
Eure Sabsi

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