Dieses Jahr hat sich anders verabschiedet.
Leiser. Wärmer. Wahrhaftiger.
Weihnachten und der Jahreswechsel waren für uns etwas ganz Besonderes. Wir haben diese Zeit gemeinschaftlich verbracht – ohne Hektik, ohne Erwartungen, ohne äußeren Druck. In einer kleinen, entspannten Runde saßen wir am Feuer, haben gemeinsam gegessen, ein liebevoll zusammengestelltes Buffet geteilt, gelacht, geredet und einfach sein dürfen.

Keine perfekte Inszenierung. Kein Müssen. Nur Nähe, Wärme und echtes Miteinander.
Auch die Rauhnächte haben wir bewusst zelebriert – in unserem Tempo, in unserer eigenen Tiefe. Diese Tage zwischen den Jahren waren für uns kein „Programm“, sondern ein Raum. Ein Raum für Rückzug, für Innenschau, für Stille und ehrliche Reflexion.

Rückblick: Ein Jahr des Aufarbeitens
Wenn wir auf das vergangene Jahr schauen, wird eines ganz deutlich:
Wir hatten viel aufzuarbeiten.
Die Zeit in Deutschland hat Spuren hinterlassen. Sie war intensiv, fordernd, teilweise sehr schwer. Viel Energie ist dort geblieben – in Strukturen, Erwartungen, Verpflichtungen und einem System, das nicht unser Wesen widerspiegelt. Wir waren lange im Rückzug, in tiefer Selbstreflexion, in Heilungsprozessen, die Raum, Geduld und Ehrlichkeit gebraucht haben.
Diese Phase war notwendig. Nicht angenehm, aber notwendig.
Sie hat uns noch einmal ganz klar vor Augen geführt, warum wir diesen Weg überhaupt gegangen sind. Warum wir Deutschland verlassen haben. Warum dieses „funktionieren müssen“, dieses ständige Machen, Tun und Anpassen nicht unser Weg ist.
Wir sind nicht hier, um uns zu verlieren – sondern um uns wiederzufinden.

Freiheit ist nicht nichts tun – Freiheit ist selbst entscheiden
Das Leben auf Reisen hat unseren Alltag grundlegend verändert. Und ja, diese Umstellung war auch im Kopf nicht immer leicht. Zu realisieren:
💕Wir sind jetzt wirklich unterwegs.
💕Wir dürfen entscheiden.
💕Wir müssen keinen Wecker stellen, um für andere zu funktionieren.
💕Wir entscheiden, wann wir aufstehen.
💕Wie wir unseren Tag gestalten.
💕Wann wir arbeiten, wann wir ruhen, wann wir weiterziehen oder bleiben.
Und dennoch: Wir leben keinen Dauerurlaub.
Unser Alltag ist da – nur anders.
Haushalt, Organisation, Kochen, Planen, Buchhaltung, Online-Arbeit. Auch unterwegs gibt es Verantwortung, Termine und To-dos. Vieles machen wir sogar bewusster und oft wieder selbst: Essen frisch zubereiten, Dinge reparieren, Wege langsamer gehen.
Diese Form von Alltag fühlt sich echter an. Erdiger. Klarer.
Leben mit der Natur – nicht neben ihr
Unsere Ausflüge und Wanderungen sind mehr als Bewegung. Sie sind Verbindung.
Wann immer wir unterwegs sind, sammeln wir – achtsam und respektvoll – Kräuter für unsere Tees, Tinkturen oder Oxymels. Jeder Weg wird genutzt, aber niemals ausgebeutet. Wir nehmen nur das, was wir brauchen, und nur dort, wo es der Natur nicht schadet.
Diese Verbundenheit hat uns wieder näher zu uns selbst gebracht.
Wir spüren wieder mehr.
Wir hören wieder genauer hin.
Wir kommen Schritt für Schritt zurück ins Herz.

Wenn etwas schief läuft
Natürlich läuft nicht immer alles rund. Auch auf diesem Weg gibt es Herausforderungen, Umwege und Momente, die uns fordern. Doch wir begegnen ihnen anders. Ruhiger. Bewusster.
Wir fragen uns: – Was möchte uns diese Situation zeigen?
– Können wir etwas verändern oder anders machen?
– Oder ist es einfach eine Erfahrung, die dazugehört?
Nicht alles muss sofort „gelöst“ werden. Manches darf einfach da sein.
Dankbarkeit für diesen Weg
Wir schätzen dieses Leben sehr. Diese Freiheit. Diese Tiefe. Diese Möglichkeit, uns selbst wieder näherzukommen – jenseits von Erwartungen, Rollen und Systemen, die uns nicht entsprechen.
Dieser Jahreswechsel war kein lauter Neubeginn.
Er war ein sanftes Wiederankommen.
Und genau so gehen wir weiter.
Schritt für Schritt.
Echt.
Bewusst.
In unserem Rhythmus. 🌿
Eure Sabsi
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