Zwischen Donauquellen, Burgenkraft und Salzwelten – Unsere Reise durch Rumänien

Published by

on

Nach stillen Tagen an der Donau, an denen das Leben einfach sein durfte, zog es uns weiter – hinein ins grüne Herz Rumäniens. Früh am Morgen verließen wir die dampfenden Herkulesquellen bei Băile Herculane, noch bevor die ersten Parkwächter auftauchten. Der Duft des schwefelhaltigen Wassers hing noch in der Luft, als wir uns durch das Tal schoben – begleitet von Stille, einem Hauch Geschichte und der Vorfreude auf das, was kommen würde.

Die Herkulesquellen gehören zu einem der ältesten Kurorte Europas. Bereits die Römer wussten um die Heilkraft des warmen Wassers, das hier aus dem Gestein sprudelt. Ruinen alter Thermen zeugen noch heute davon. Für uns war es nur ein kurzer Stopp – ein Abend im dampfenden Wasser, ein Moment der Ruhe und Regeneration.

Am nächsten Morgen führte uns unser Weg durch die Karpaten. Irgendwo unterwegs legten wir eine Frühstückspause ein – mitten in der Natur, umgeben von Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen. Kein Plan, kein Ziel – nur das Jetzt. Freiheit, wie sie im Buche steht.

Später erreichten wir Castelul Corvinilor in Hunedoara – eine der größten und beeindruckendsten Burgen Rumäniens. Dort trafen wir Steffi (Instergram: steffisfreiheitsreise) und ihre Familie. Gemeinsam erkundeten wir die gewaltige Festung, die im 15. Jahrhundert von Johann Hunyadi erbaut wurde. Die gotischen Türme, geheimen Gänge und die düsteren Räume mit Ausstellungen zur Foltergeschichte ließen uns tief eintauchen in die Welt des Mittelalters. Zwischen Schönheit und Grauen wurde uns einmal mehr bewusst, wie wertvoll unsere heutige Freiheit ist.

Weiter ging es gemeinsam nach Alba Iulia – auch bekannt als Karlsburg. Die sternförmige Festung aus dem 18. Jahrhundert ist nicht nur architektonisch ein Meisterwerk, sondern auch ein Ort voller Geschichte. Hier wurde 1918 die Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien proklamiert – ein symbolischer Ort rumänischer Identität. Wir ließen die Energien auf uns wirken, spürten die Weite der sternförmig angelegten Anlage und genossen den Austausch und das Unterwegssein in Gemeinschaft.

Unser nächster Stopp war die Gegend um Baile Turda. Hier erwartete uns ein echtes Naturabenteuer: eine lange, anspruchsvolle Wanderung durch ursprüngliche Schluchtnatur – beeindruckend, wild und fordernd zugleich. Der Pfad war steinig und schmal, führte über mehrere Hängebrücken, die über tiefe Einschnitte spannten, und ließ uns den Atem der Berge spüren. Der letzte Abschnitt hatte es in sich: ein steiler, direkter Aufstieg, der uns körperlich alles abverlangte.

Mit müden Knien und zitternden Muskeln ging es schließlich auch wieder steil bergab – zurück zum Auto. Fix und fertig, aber erfüllt, fuhren wir zum Schlafplatz, um uns auszuruhen.

Am nächsten Morgen ging es zu Fuß weiter zur Salina Turda, einem ehemaligen Salzbergwerk – heute eine beeindruckende Touristenattraktion tief unter der Erde. Schon im 13. Jahrhundert wurde hier erstmals Salz abgebaut, doch ihre Blütezeit hatte die Mine zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten Salzminen Siebenbürgens. Seit 1992 ist sie für Besucher geöffnet – und was früher harte Arbeit bedeutete, ist heute ein Ort zum Staunen: unterirdische Hallen, beleuchtete Holzstege, ein unterirdischer See mit Ruderbooten und sogar ein kleines Riesenrad. Die Luft dort unten ist herrlich frisch, salzig und klar – heilsam für Atemwege und Sinne.

Die Kinder tobten auf dem unterirdischen Spielplatz, wir schlenderten durch die riesigen Kavernen und ließen die besondere Atmosphäre auf uns wirken. Dieser Ort war definitiv ein Highlight unserer Reise – nicht nur wegen der außergewöhnlichen Kulisse, sondern auch, weil sich hier Geschichte, Natur und Erlebnis auf besondere Weise verbinden.

Nach diesen besonderen Tagen trennten sich unsere Wege wieder. Steffi und ihre Familie fuhren weiter, und auch wir zogen los – jeder auf seine Weise, bereichert durch Begegnung, Natur und die Kraft besonderer Orte.


Buchtipp für reisende Familien
Viele fragen uns, wie das eigentlich geht – unterwegs zu sein mit Kind(ern), dabei flexibel zu bleiben und gleichzeitig zu arbeiten. Ein Buch, das genau das auf den Punkt bringt, ist Ortsunabhängig leben & arbeiten als Familie von Julia Bräunig. (Auf den Buchtitel klicken)

Sie beschreibt praxisnah, wie man als Familie den Schritt in ein freies, mobiles Leben wagt – mit wertvollen Tipps zu Organisation, Einkommen, Schulpflicht und Mindset. Für alle, die vom Reisen träumen, aber noch nicht wissen, wie sie starten sollen – absolut empfehlenswert!

Hinweis: Der Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du über ihn kaufst, unterstützt du unsere Reise – für dich bleibt der Preis gleich.



Liebe Grüße und bis zum nächsten Abenteuer
Eure Sabsi

Hinterlasse einen Kommentar